Das hier war der Text, den ich eigentlich posten wollte, jetzt habe ich ihn wiedergefunden

Hilary gibt nicht auf. Warum auch? Warum eine Niederlage eingestehen, bevor sie eingetreten ist. Warum nicht noch einen Ehrentreffer landen? Hilary Clinton ist die neue Ikone der Scheiternden und sie macht es richtig. Sie fährt den Wagen vor die Wand, wenn er schon halb durchgebrochen ist. Ihr Weg – ein Symbol für das Leben – wissen nicht auch wir schon vom ersten Tage unseres Lebens an, dass es zu Ende gehen wird? So weiß sie nun, dass sie einen aussichtslosen Kampf führt – Wie wir alle.

man könnte sagen, sie will es nicht wahrhaben. Man könnte auch sagen: Genau und so ist es richtig. Warum immer alles glauben, was einem der rest der Welt vorbetet? Ich bin immer für das unterlegene Team, wenn ich mir ein Spiel anschaue, in dem keine meiner favorisierten mannschaften mitspielt und der Vorwahlkampf in den USA ist so eines.

Man kann doch nur sagen: Barack, alter Wahlkämpfer. Nimm dir mal ein Beispiel an dieser Ausdauer, leg noch was drauf und versuch McCain doch noch den Schneid abzukaufen!

Vielleicht weiß Hilary auch etwas, das sonst niemand weiß? Vielleicht hat sich jemand verzählt und es kommt erst in ein paar Wochen raus? Und dann? Vielleicht ändert sich morgen alles. Vielleicht laufen ab morgen die Uhren rückwärts, wir atmen CO2 und Geld ist ein Nahrungsmittel? Und dann? Dann steht sie bereit. Hilary, Schutzheilige der Verkünder einer anderen Wahrheit in den Fußgängerzonen. Wer sollte dann Präsidentin werden, wenn nicht sie?

Auf Siegel Online steht, dass auch Politiker sich gerne mit Ausreden behelfen, wenn sie nicht zur Bundestagssitzung wollen.

Hier noch ein paar Vorschläge:

Ich konnte nicht zur Sitzung kommen

– ich hatte einen wichtigen Termin bei einem diskreten Schweizer Kreditinstitut
(auch für Schüler interessant mit dem Zusatz: Irgendwie muss ich meine Versetzung ja finanzieren)

– Außerirdische haben mich entführt
(der untaugliche Klassiker, auch auf anderen Planeten immer wieder belächelt)

– Mein Wecker ist kaputt
(man muss ja nicht erwähnen, dass man ihn selbst gegen die Wand geworfen hat, sollte aber eine Erklärung dafür finden, warum man auch das Telefon und die Türklingel nicht gehört hat, nur zu sagen: Ach so ja, die sind auch kaputt, entwertet die erste Ausrede etwas)

– Was? Wo hätte ich sein müssen?
(Amnesie vortäuschen. Schwierig wird es, wenn man dann auch noch sagen muss: Was? In welchen Terminkalender habe ich das notiert? Ich meine, was ist ein Terminkalender überhaupt? Und wer sind sie denn? Und wer bin ich?)

– Meine Überzeugung verbietet es mir, zu solchen Sitzungen zu gehen
(Schön, wenn man einfach mal die Wahrheit sagen kann. Abgeordnete sollen ja schließlich ihrem Gewissen folgen und das verbietet hoffentlich, jeden Schwachsinn mitzumachen)

– Ich habe ein absolut reines Gewissen
(Etwas verfrüht in diesem Zusammenhang, kommt erst ein paar Pressekonferenzen später)

– Herr soundso konnte leider nicht zur Sitzung erscheinen, weil er einen Dauertermin auf dem Friedhof hat, bringen Sie mal ihre Kartei auf den neuesten Stand, die trauernde Witwe
(Ups)

– Ich habe Angst vor großen Menschenansammlungen
(Ha! Das ist doch mal ein Argument! Man darf sich nur nicht auf der Party erwischen lassen, die man gerade in einem frisch gemieteten Fußballstadion schmeißt)

Nazis haben einen Zug gekapert. Das ist eine der großen Meldungen zu den sogenannten Mai-Krawallen in Hamburg. Beim Lesen dieser Zeilen frage ich mich aber: Ist das wirklich so etwas Besonderes? Werden Züge nicht viel öfter von Nazis gestürmt? Warum sieht man im Netz so viele Bilder von sogenannten „Linken Chaoten“ und nur so wenige von Nazis? Klar. In dem Zug war wahrscheinlich kein Journalist, der etwas hätte fotografieren können. Das ist wohl generell das Problem: Die rechte Gewalt findet eben in einem Alltag statt, der nicht ständig irgendwo festgehalten werden kann. Es ist einfacher ein paar Autonome zu zeigen, die Autos anzünden. Das soll jetzt keine Presseschelte sein, das ist einfach so. Dem folgt aber eine Erkenntnis: rechte Gewalt muss besser dokumentiert werden.

Ich selbst wohne im beschaulichen Südwesten Deutschlands. Hier gibt es auch Nazis. Ihre Masse ist hier aber nicht so groß, dass sie sich trauen könnten öfter zuzuschlagen. Alleine treten sie ja selten auf. Da vergisst man schon mal, dass es so eon Problem überhaupt gibt.

Deshalbsollte man darüber nachdenken, wie man besser informiert über Gewalttaten, die mancherorts völlig normal sind.

Ein dünner Beitrag ist das hier. es reicht kaum zum Appell. Ich habe einfach zu wenig Ahnung, aber die Kommentarfunktion ist offen: Wer Infos hat, kann hier gerne darauf hinmweisen.

Tony Blair ist schwarzgefahren.

Otto Schily muss Strafe zahlen, weil er seine Einkünfte nicht offenlegen will.

Wahrscheinlich wieder so ein PR-Gag, um sich bei Leuten wie mir beliebt zu machen.

Was anderes bleibt den anderen auch nicht übrig, um noch mal in den Schlagzeilen zu landen, nachdem sie ihren Zenit überschritten haben. Aus Mitleid habe ich sie jetzt zumindest hier mal wieder erwähnt.

Das Olympische Feuer geht um die Welt und ist bei Tumulten in Paris sogar für einige Zeit erloschen. Ist jetzt nicht schon alles vorbei? Dürfen die überhaupt noch Olympia machen, wenn das Ding ausgegangen ist? Ja klar, ist nur ein Symbol. Es könnte ja parallel jemand den Wassereimer der Freiheit um die Welt tragen, das wäre doch auch ein nettes Symbol. Kann auch nicht ausgehen so ein Wassereimer.

Die Chinesische Regierung hätte natürlich auch ein bisschen Innovationsfähigkeit und Kreativität zeigen können: „Seht her, das neue Olympische Feuer. Umgeben von eines soldiden Glashülle wird der Funke des Olympischen Gedankens durch das globale Dorf getragen – Verwechslungen mit herkömmlichen Glühbirnen und Scheinwerfern sind rein zufällig udn können unserem Feuer nicht das Wasser, äh oder das Feuer..reichen!“

Die tolle Fackel soll ja auch noch auf den Mount Everest getragen werden. Da kann man nur an den Yeti apellieren, sich der Sache mal anzunehmen.

In meinem Zimm er werden dann übrigens die alternativen Spiele stattfinden, falls sich keine andere große Nation mehr findet, um das zu übernehmen. Wer Lust hat kann gerne mitmachen beim Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-und-es-ist-keine-Menschenrechtsverletzung-die-wir-totschweigen-sondern-ein-normaler-Gegenstand-Spielen bei mir. Gibt auch Kekse und Tee.