Gerade sind wir gar nicht zu Hause, sondern im Schwarzwald beim großen Familien Wochenende. Zum Auftakt gab es einen Corona-Schnelltest. Alle negativ.

Der Sohn hat aber trotzdem wieder irgendein anderes Virus und schließt vor sich hin. Was ihn nicht daran hinderte, Laufrad zu fahren und mit mir Pferde, Kühe und Ziegen zu bewundern und darüber zu philosophieren, welche leere Weide wohl zu welchem Tier gehört.

Die Sensation kam kurz vor dem Abendessen. Die Kinder bemerkten, dass ein Feuerwehrauto vor dem Hotel parkte. Wir mussten sehr oft und lang das Feuerwehrauto anschauen

Der Sohn brauchte etwas, bis er schlief und wurde von der Mutter im Kinderwagen durch die Gänge geschoben. Jetzt schlafen alle.

Gondel Winter
Dieser Ausblick offenbarte sich mir jüngst, als ich es wagte, mit einer Gondel einen Gipfel in Österreich zu erklimmen. Ich schwebte den Berg hinauf, wobei es hier eher so aussieht, als schwebte ich ihn hinunter.
Tatsächlich sieht man hier ja gar nicht, wo die Gondel einen hinträgt und auch die Gondel selbst sieht man nicht, nur aus der Anwesenheit der nächsten und dem gespannten Gondelseil kann man schlussfolgern, dass man sich wohl in einer solchen befände.
Das Leben erschließt sich vor allem aus dem, was man außen sieht. Ich sehe den Weg vor mir und schließe, ich müsste irgendwoher gekommen sein. Ich hänge an einem Seil, wobei ich mir nie sicher sein kann, ob ich wirklich daran hänge, oder nicht auch auf den Hängen des Berges unterwegs sein könnte.
Und die Welt? Sie erwartet einen in gebieterischer Kälte voller Erhabenheit. Der Gipfel scheint zugleich Bedrohung und Ziel zu sein.
Sicher wäre es nicht so verwirrend, den Gipfel zu Fuß zu erklimmen. Nur wäre es sehr viel beschwerlicher. Beim Kampf mit den Elementen verlöre man den Genuss der Aussicht und gewänne dafür einen Kragen voll Schnee.
Da gleite ich doch gerne ganz komfortabel durch die Lüfte und bin perspektivisch verwirrt.
Das Leben des modernen Menschen – ein gespanntes Seil über eisige Klüfte in Erwartung des Unglaublichen.