Wer die Beiträge hier schon länger liest, weiß, was los war: Gestern war ich zum Fußball gucken verabredet. Daher der fehlende Beitrag. Es war ein ganz normaler Mittwoch. Die Tochter zog sich morgens stolz selber ihre Mütze an.

Als ich sie von der Kita abgeholt hatte, machte sie lustige Sachen, wie eine Elektro-Weihnachts-Kerze durch die Wohnung zu werfen und auf Papas Bett zu hüpfen. Dem Fuß geht es schon viel besser.

Als Imbiss aß sie voller Begeisterung Maiskörner, die wir noch da hatten. Der Sohn hatte früher auch ml so eine Mais-Phase. Er kochte, nachdem wir ihn abgeholt hatten, Spätzle aus Knete. Wie es sich gehört, mit einem eigenen Spätzlebrett. „In allen Farben!“ sagte er noch dazu.

Heute war es recht ähnlich. Ich brachte die Tochter in die Kita, die Mutter den Sohn. Ich hatte ihnen aus Versehen den Kinderwagen geklaut, weshalb mir auf halbem Weg die Mutter samt Sohn im Kinderwagen der Tochter entgegen kam. Für den Sohn war es eine willkommene Abwechslung.

Ich hatte noch etwas Zeit, kreativ zu sein. Nachmittags hatte ich dann zwei müde Kinder zu betreuen, die sich inzwischen auch immer mehr streiten. Die Tochter war etwas eifersüchtig auf den Sohn, weil ich ihm eine Geschichte vorlas und versuchte, ihn zu zwicken und an den Haaren zu ziehen.

Sie malte noch etwas. Wir landeten im Kinderzimmer, wo beide Kinder eher auf als mit mir herumturnten und ich dem Sohn das unsägliche, leider wieder aufgetauchte Feuerwehrmann-Sam Wimmelbuch vorlesen musste.

Zum Glück kam bald die Mutter heim. Wir aßen schnelle Maultaschen. Die Tochter schlief so schnell ein, wie wie müde war. Nur der Sohn weigerte sich standhaft. So dass ich fast selber einschlafend noch verschiedene Spiele mit ihm spielen musste und Geschichten erzählen, in denen ich konsequent nur noch von schlafenden Tieren erzählte.

Schließlich schlief auch er ein. Und ich fast gleich mit.

„Quak! Quak!“ Ich wurde geweckt von zwei sehr lauten Enten, die hinter dem Haus vorbei schwammen. Vielleicht stritten sie gerade. Der Sohn schlief ungerührt weiter. Selbst die Tochter schlief noch. Wir Eltern begegneten uns im Bad und nahmen den üblichen Dienstag Morgen in Angriff.

Die Mutter brachte den Sohn in den Kindergarten. Ich bespaßte die Tochter, die immer noch etwas Probleme beim Laufen hatte. Später war sie wohl umgeknickt. Zumindest schrie sie nach Leibeskräften und beruhigte sich erst, als die Mutter sie zum Einschlafen brachte.

Als sie wieder erwachte, war die Laune deutlich besser. Sie durfte in Begleitung nach draußen. Die Mutter und ich widmeten uns unseren Schreibtischen, die ja auch nicht leerer werden.

Ich hatte noch Gesangsunterricht. Heute sang ich eher mittelprächtig. Vielleicht hätte ich nicht üben sollen. Dafür lief ausgerechnet heute die Videokonferenz-Software besonders gut. Jeder falsche Ton war auf der anderen Seite also perfekt zu hören.

Ich hatte noch etwas Zeit zu lesen, dann traf der Rest der Familie wieder ein. Der Sohn hatte noch andere Kindergartenkinder auf dem Spielplatz getroffen. Waren aber leider die von der eingebildeten Sorte. So was fängt offenbar schon im Kindergarten an.

Die Mutter machte noch ein bisschen Yoga. Ich spielte mit Tochter und Sohn im Kinderzimmer. Der Sohn schleppte alle Kindergesellschaftsspiele an, die wir haben, um sie zu „vermischen“. Ich sagte: „Dann müssen wir ja nachher alle wieder auseinander sortieren!“ Er sagte: „Das ist das Spiel!“

Die Tochter räumte eine Kleiderschublade aus. Der Sohn war etwas überfordert mit dem „Sortieren“ und schon ziemlich müde. Dafür machten wir zusammen später noch Pizza. Den Boden hatte ich fertig gekauft, was die Prozedur angenehm kurz machte.

Nach dem Essen waren dann alle fertig und schliefen schnell.

Die Tochter durfte heute noch zu Hause bleiben, um ihren Fuß zu kurieren. Und sie wird wohl auch noch mindestens bis Mitte der Woche zu Hause sein. Nach dem üblichen Aufstehens-Marathon, der vor allem darin besteht, dass wir Eltern uns selber und die Kinder fertig zum Aufbruch machen und irgendwie nebenher frühstücken, brachten die Tochter und ich den Sohn in den Kindergarten.

Inzwischen ist das ziemlich Routine. Er durfte gleich etwas malen. Ich ging mit der Tochter auf Einkaufstour. Wir waren eine ganze Weile unterwegs. Ich kaufe bei solchen Gelegenheiten gerne Dinge auf Vorrat, die wir gar nicht sofort brauchen. Es vertreibt einfach schön die Zeit. Das Ziel des ganzen Spaziergangs war eigentlich, die Tochter zum Einschlafen zu bringen, aber es klappte einfach nicht. Wir landeten noch auf dem Spielplatz, wo sie schaukelte, sandelte und trotz ihres Fußes begeistert rutschte. Außerdem will sie natürlich am liebsten auf das höchste Klettergerüst klettern, aber sie kann es noch nicht, weswegen ich ihr Hilfestellung geben muss.

Wieder zu Hause war dann wirklich Schlafenszeit, nur das Kind wollte immer noch nicht schlafen. Wir aßen noch den Rest Maultaschen vom Wochenende, lasen Bücher, malten, bis ich noch Ablösung bekam und bald darauf war es schon Zeit, den Sohn abzuholen. Er hatte super Laune und hüpfte begeistert von allem durch den Garten des Kindergartens.

Zu Hause war die Stimmung dann etwas durchwachsen. Die Tochter hatte geschlafen, aber ihre positive Energie am Vormittag verbraucht. Der Sohn trank eine Milch nach der anderen. Ich komplettierte Anwesenheitslisten für mein Seminar.

Die Mutter kehrte heim, wir aßen schnelle aber gute Nudeln, die Kinder veranstalteten einen spontanen Schreiwettbewerb. Nach dem Essen malte der Sohn, die Tochter räumte Schubladen aus und versuchte, diverse Kleidungsstücke anzuziehen. Der Sohn sang noch eine schönes Lied: „Alle meine Schweinchen schwimmen auf dem See!“

Ich hatte noch ein sehr produktives Zoom-Treffen, de Tochter brachte beide Kinder ins Bett. Ganz normaler Montag.