Das Telefonbuch

Braucht keiner mehr, höchste Zeit, ein Kunstwerk daraus zu machen!

Schnuffis Tod

Ein Kinderbuch, das Kindern beibringt, den Tod am eigenen Kuscheltier zu erleben. Schnuffi wird von Tommy geköpft. Könnte für Kinder allerdings langweilig sein, weil sie so was eh von sich aus machen.

Der Wüstenwanderer

Ein Abenteuerroman, der durch seine Schlichtheit besticht: „Mann ist das heiß hier und Durst hab ich auch, mal schauen, was hinter der Düne da so abgeht… Mann ist das heiß hier und Durst hab ich auch, mal schauen, was hinter der Düne da so abgeht… Mann ist das heiß hier und Durst hab ich auch, mal schauen, was hinter der Düne da so abgeht… Mann ist das heiß hier und Durst hab ich auch, mal schauen, was hinter der Düne da so abgeht…“

Könnte ich bitte ein Wasser mit Orangenschalen haben?

Ein Roman, der in einer Kneipe spielt. In einer Antialkoholikerkneipe. Lustige Tresendialoge nach dem Motto: „Also ich finde, dein letzter Wortbeitrag war argumentativ nicht so ganz astrein… – Ja, da hast du wohl recht, aber könntest du das noch etwas präziser formulieren?..- Wisst ihr, ich glaube, wir sollten nicht über Dinge reden, von denen wir keine Ahnung haben, schweigen wir doch ein bisschen..“

Suspense

Ein Buch, in dem einfach alles spannend ist: „Der Mann, der seit zwei Sunden verzweifelt versuchte, sich an seinen Namen zu erinnern, der ihm die ganze Zeit über schon auf der Zunge lag, sah einen Gegenstand vor sich auf dem Boden liegen. Vorsichtig näherte er sich dem schmutzig weißen Ding, bereit jedem überraschenden Angriff zu begegnen, doch es handelte sich nur um eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe, die allerdings noch glühte! Der Raucher der Kippe konnte also noch nicht lange weg sein, womöglich wartete er schon hinter der nächsten Straßenecke mit einem Hackebeil! Zentimeterweise schob der Suchende seine Füße tastend auf der Straße vorwärts, dabei immer die dunklen Fenster im Blick behaltend, als in einem das Licht anging! Jede Faser seines Körpers anspannend wandte unser Held langsam den Kopf, um den Grund der plötzlichen Illumination zu ergründen, dabei jedoch auch den Weg vor sich nicht aus den Augen lassend, was ihn scheußlich schielen ließ. Das Licht erlosch so schnell wie es angegangen war und auch das gab Grund zur Besorgnis: Wer macht denn so schnell ein Licht an und aus? Seitwärts die Straße entlanggehend, so dass er gleichzeitig das hinter ihm zurückbleibende Fenster und die nahende Straßenecke im Auge hatte, erörtete unser Held weiter das Geheimnis seiner verlorenen Identität: War er ein Geheimagent, den man einer Gehirnwäsche unterzogen hatte? Hatte er vielleicht einfach einen Blumenkübel auf den Kopf bekommen? Er hatte die Ecke erreicht. Seine Angst an den Rand seines Bewusstseins verbannend machte er den entscheidenden Schrit, nur um zu erkennen, dass dort niemand hinter der Ecke stand. Erleichterung mischte sich mit der bangen Frage, wo der Raucher hinverschwunden war und den weiteren schon angesammelten Fragen, wie zu Beispiel: Warum das Auto vorhin so langsam an ihm vorbeigefahren war, woher die Katze gekommen war, die vor zwei Stunden vor ihm über die Straße gelaufen war… (mehr …)

Das Rauchverbot

Eine Gruppe unermüdlicher Tresenhocker kämpft für die Aufhebung des Rauchverbots in ihrer Stammkneipe. Abgesehen von so läppischen Aktionen wie Demonstartionen, Kundgebungen und Unterschriftensammlungen kommen die rauchenden Raecken auch auf ganz exotische Ideen wie einen vorgetäuschten Hungerstreik, den man schon nach einem Jahr wieder abbrechen muss, weil es dann irgendwie unglaubwürdig wird, eine Entführung des vermeintlichen Ordnungsamtschefs, der sich dann als der selbst gerne rauchende Hausmeister herausstellt, mit dessen Hilfe man schließlich sogar den Einbruch in die heiligen Aktenhallen plant, auch wenn keiner so genau weiß, wozu das gut sein soll… Jede dieser Aktionen endet beim einvernehmlichen verbotenen Rauchen in der Stammkneipe, bei dem man sich fürchterlich beschwert, dass man jetzt zum Kriminellen gemacht wird.

Die Eessydo

Die Gegenversion zur Odyssee. Der Held ist ein unglaublich langweiliger grenzdebiler Stubenhocker, der um keinen Preis der Welt das Haus verlassen will, was seine Frau so langsam in den Wahnsinn treibt, die verzweifelt versucht, andere Männer kennenzulernen, aber leider keinen einzigen findet, der sich für Sie interessiert. Die einzige Tochter der beiden hasst ihre Eltern und feiert mit ihren Freunden auf dem Anwesen orgiengleiche Partys, was zumindest der Vater mit Gleichmut erträgt. Das Meer spielt im ganzen Werk nicht die Spur einer Rolle und die Götter intere´ssieren sich für keine einzige Person der Geschichte. Erst kann zum Schluss des Werkes entschließt sich die Mutter, ihren nutzlosen Ehemann zu verlassen und auf Abenteuerfahrt zu gehen. Der Vater bleibt zu Hause sitzen um seine Sorgen einem Schaukelpferd zu erzählen.

Die spannendste Geschichte der Welt

Ein Marketinggag. Das Werk wird gehyped bis zum geht nicht mehr samt aufwühlender Lebensgeschichte des Autors, der bis zum völlig überraschenden Durchbruch ein einsames Leben als Assistenztellerwäscher führte. Als Millionen wartender Fans, die wochenlang vor Buchhandlungen campiert haben, um das Werk endlich in Händen zu halten, die ersten Exemplare erstehen, stellen sie erschüttert fest, dass das ganze Buch nur lauter Seiten voller Firmennamen und Logos enthält, die für viel viel Geld an gute Werbekunden vergeben wurden.

Der Kiesweg

Ein Reiseroman in der Tradition von Jack Kerouacs „On the Road“ aus der Sicht eines Vierjährigen, der mit seinem Roller einen Kiesweg entlangfährt:

„Mann, Halme, Halme, Grashalme, ich sag dir, da überkam mich diese ganze Wir-sind-eins-mit-der-Natur-Sache so phänomenal, dass ich dem mexikanischen Sonnengott erst mal ein paar Ameisen mit meiner Lupe opferte. Dann Tina, Tina, Frau meiner Träume, Sandschaufel immer am Start, ich liebe Frauen, die immer ihre Sandförmchen parat haben, wenn es darum geht, so ein bisschen Kunst an den Start zu bringen. Wir wühlten da so im Sand und ich erzählte ihr meine Geschichte vom Weihnachtsmann und wie sein Erscheinen mich dazu brachte, die ganze abefuckte Welt zu umarmen. Ja und Tom, der kleine Krötenquäler, hat mir astreines Zuckerzeug besorgt, ich sag euch, es geht echt nichts über eins von diesen Gummiteilen im Gesicht und die Augen immer gerade in den Himmel gestiert. Und schwimmen waren wir, dass es eine Freude war, einfach schwimmen im Wasser ohne diese Wettbewerbsscheiße, die mein großer Bruder immer abzieht, seit er in der Schule vom Pauker-Establishment verdorben wird, aber der wird schon zurückkommen und wahrscheinlich besser abgehen als vorher, klar man muss auch mal dieses orpheische Höllending, diese Reise durchgezogen haben, um teilzuhaben an der ganz großen Sache, die sich verdammt noch mal Leben nennt. Dann eine astreine Flucht abgezogen vor dem Köter von Meister Hampel und irgendwie war es so für einen Moment, als diese Todesmaschine hinter mir herjagte, dass ich der Hund war und mich selber verfolgte, ich hatte keine Angst mehr und hätte den Hund also mich selbst am liebsten geküsst und dann hat er mich zum Glück in Ruhe gelassen und ich hab zwei Stunden lang lachend im Gras gelegen und mir einen Halm zwischen die Zähne gesteckt und erst mal echt philosophisch darauf rumgekaut! Yeah, bin gespannt was Günther dazu sagt, wenn ich ihn nächste Woche in seinem Baumhaus besuche, der alte Günther, immer voll am Banden organisieren und sich selber doch immer auf die richtige Seite schlagend, son richtiger Schlachtenbummler, der auch mal n Stück Kuchen für einen übrig hat, wenn man sich mal ne Weile son bisschen hungernd in der Gegend rumdrückt. Abends aber dann erst mal zurück in den heimischen Hafen, einfach mal dieses alte Essen genießen, das immer das Gleiche ist und einfach dampfend da vor einem auf dem Tisch steht, ohne dass man was sagen muss und es kommt einem so vor wie ein gottverdammtes Festmahl, das man selber als König der Ganoven zu leiten hat, um dann noch ordentlcih das Tanzbein zu schwingen und dem Hofnarr, dem Zwerg die Show zu stehlen. Ja ich sag euch meine Tage sind einfach immer wieder verdammte Erlebnisse und ich will allen danken dafür mit meinen Besuchen!….“

Okay, okay. Vorhin hatte ich schlechte Laune, aber eigentlich erwartet der Leser unter obigem Titel ja eher etwas Aufheiterndes, also zweiter Versuch:

Der Krapfendieb

Familie Klebstoff sitzt fröhlich um den Kaffeetisch, als Oma Uschi auffällt, dass ein Krapfen der Darreichungsschale aufs Infamste entwendet wurde. Gleich einer mutierten Miss Marple mümmelt sie sich gebissklappernd durch sämtliche Winkel des kleinen Familienhäuschens und verbreitet bei allen Schuldgefühle, nach einer Reihe von Geständnissen wie den diversen Fehltritten ihres Schwiegersohns, die zwar interessant sind, aber wie Oma scharfsinnig bemerkt, absolut nichts mit dem vorliegenden Fall zu tun haben, bekennt sich schließlich der kleine Willi schuldig, woraufhin man ihm einen Abend Hausarrest aufbrummt, der ihm sogleich wieder erlassen wird, da die Oma ja eine Liebe ist.

Der Zoobesuch

Ein Reisebericht der seinesgleichen sucht. Geschildert aus der Perspektive des Oberstudienrates Schnulzebach, verfasst in Form einer Reihe von Briefen aus der Nervenheilanstalt. Alles beginnt damit, dass der Klassenkasper Uli einem schlafenden Tiger ins Auge pinkelt…

Die Rinde

Das Leben des Holzwurms Alois Fürchtegott, der es in seiner Kunst zu einer solchen Perfektion brachte, dass die New York Times einst über ihn schrieb: Wer ihn sieht, ist dem Tode geweiht, den die Schönheit den Sehnenden vorbehält.

Der Stöpsel

Ein Mann und eine Frau treffen sich einmal die Woche zu wildem Sex in der Badewanne und irgendwie schafft es der Autor daraus eine spannende Geschichte zu machen.

Tschingdarassabumm

Ein Wanderzirkus, der von ein paar Hartz IV-Empfängern betrieben wird, wird vom Fernsehen für eine Doku-Soap entdeckt. Die einzelnen Artisten verwandeln sich in allürenbehaftete Möchtegernstars, die sich schließlich durch alle Talk-Shows des Deutschen Fernsehens prügeln. Und das alles innerhalb einer Woche. Dann werden alle wieder normal und spielen die beste Show ihres Lebens: Sie stellen vor begeistertem Publikum in Las Vegas ein Best of der Haushaltsdebatten des Bundestages nach und aus irgendeinem Grund fahren alle voll drauf ab.

Ja, gut, ich werde noch weiter an diesem Format feilen…