Wir schliefen wieder alle etwas länger. Der Sohn stand natürlich als letzter auf. Wir mussten uns etwas beeilen mit dem Frühstück. Die Mutter hatte ihren ersten Impftermin. Sie war ziemlich beeindruckt, als sie wiederkam. Das Impfzentrum ist wohl sehr groß. Schön, dass es so langsam auch mehr genutzt werden kann.

Ich malte so lange mit den Kindern, bis noch etwas Ablösung kam. Ich hatte Zeit, etwas Tai Chi zu machen, die Mutter kehrte zurück. Und dann hatten wir noch kurzen spontanen Besuch von den Großeltern. Die Kinder waren glücklich und etwas aufgedreht.

Die Tochter hat inzwischen viel bessere Laune und läuft auch schon wieder ein bisschen. Anfang der Woche bleibt sie aber noch zu Hause. Nicht, dass sie sich am ersten Tag in der Kita gleich wieder den Fuß verknackst.

Später ging die Mutter mit den Kindern raus. Ich hatte noch etwas Zeit, neuen kreativen Projekten nachzugehen. Die Kinder und die Mutter waren überraschen lange weg. Sie hatten noch den besten Freund des Sohnes auf dem Heimweg getroffen. Die Mutter rief mich vorsorglich an und sagte: „Die Kinder sind schon ziemlich fertig. Nachher wird es ein Drama geben.“

Ich kochte schon mal das Curry für heute Abend. Es kam, wie die Mutter gesagt hatte: Die Kinder waren fertig. Sie hüpften noch eine Zeit lang auf der Matratze, die aus komplexen Gründen gerade im Flur lag, danach gab es Essen und es gab ein Drama.

Die Tochter heulte, bis sie bei der Mutter auf dem Schoß sitzen durfte, der Sohn heulte, bis er Orangensaft bekam, den kippte er um und heulte noch mal. Zum Glück hatte die Mutter mich vorgewarnt.

Zum krönenden Abschluss gingen die Kinder noch baden. Die Tochter schlief schnell ein. Dem Sohn durfte ich noch ein paar Geschichten über Zebras, Schildkröten und ein Cabrio erzählen. Dann war der Sonntag fast zu Ende.

Heute konnten wir alle ein bisschen ausschlafen. Nach dem Aufstehen erfuhr ich von der Mutter, dass die Tochter in der Nacht zwei Stunden wach gewesen war. Sie hatte schon überlegt, mich zu wecken. Ich war ihr dankbar, dass sie das nicht getan hatte. Zum Glück fuhren die Kinder heute aufs Land zu den Großeltern.

Wir brachten noch ein turbulentes Frühstück hinter uns und dann ging es auch schon los. Als sie wieder heim kamen, war niemand mehr wach genug, um mir zu erzählen, was den Tag über stattfand. Deshalb ist dieser Eintrag heute sehr kurz.

Ich hatte einen entspannten und auch produktiven Tag. Glücklicherweise traf auch ein erst gestern bei der Buchhandlung bestelltes Kochbuch heute schon ein, so dass ich mir ein tolles Abendessen kochen konnte. Pasta samt einer raffinierten Sauce mit Spinat, Kichererbsen, Hühnerbrühe, Kreuzkümmel, Zitrone und noch ein paar Zutaten. Sehr lecker.

Ich ging diversen neuen Hobbys nach. Erledigte aufgeschobene Dinge und hatte ein so unbelastetes Gehör, dass ich sogar Musik hören konnte. Morgen bekommen wir auch wieder etwas Abwechslung. Ich bin also gerüstet für die kommende Woche. Die Tochter wird wohl noch eine Weile zu Hause bleiben müssen. Immerhin steht sie jetzt schon wieder ab und zu. Und der Besuch bei den Großeltern tat beiden Kindern offensichtlich gut. So ein bisschen Pause von den gestressten Eltern ist auch für sie nicht schlecht.

Der Sohn stand einigermaßen von selber auf. Will heißen: Er war zumindest schon wach, als ich ihn aus dem Bett trug. Er ging dann lieb begleitet von der Mutter in den Kindergarten. Die Tochter spielte wieder ihr eigenes Drama. Zum Glück hatten wir etwas Ablösung heute. Sie machte in Begleitung einen schönen Ausflug nach Schwärzloch. 

Die Mutter und ich hatten Zeit für unsere Schreibtische. Das nächste Gespräch per Zoom stand an. Es lief alles gut, bis auf die üblichen Bildruckler, an die man sich schon gewöhnt hat. Wenn wieder mehr Treffen in der Realität stattfinden wird das eine echte Umstellung.

Nachmittags ging es gerade so weiter. Die Tochter war abwechselnd bei beiden Eltern auf dem Arm, bis sie sich nach einer Stunde Vorarbeit doch noch dazu durchrang, mal Mittagsschlaf zu machen. Man könnte ja was verpassen.

Die Mutter holte den Sohn auch wieder vom Kindergarten ab. Er war bester Laune und hüpfte durch die Wohnung. Die Tochter freute sich, dass noch ein anderes Kind da war und wollte gleich wieder auf irgendeinen Arm.

Abends gab es schnelle Nudeln. Ich las dem Sohn noch Geschichten aus dem Bärenbuch vor. Zum Einschlafen durfte ich wieder von Elefanten, Giraffen und Gabelstaplern erzählen und dann war Feierabend.