Zu Hause – Tag 879

Nach dem wie immer turbulenten Aufstehen ging ich mit den Kindern relativ früh in den Garten. In der Wohnung wurde nur Quatsch gemacht, obwohl ich ihnen ausnahmsweise Maultaschen zum Frühstück gemacht hatte an ihrem letzten Ferientag.

Im Garten spielten wir sehr lange „Hundi“, ein Spiel aus dem Kindergarten, bei dem eine Person einen Stock wirft und die andere Person „Hundi“ ist und den Stock holen muss. Die dritte Person kann damit beschäftigt werden, Leckerli an „Hundi“ zu verteilen. Ich muss wohl nicht erwähnen, wer in diesem Spiel „Hundi“ war. Immerhin bekam ich tolle Trauben als Leckerli.

Danach ging es zwei Stunden lang um einen roten Seestern aus Plastik, der in einem ausrangierten Grill unter einem Stein lebt und die ganze Zeit mit Wasser und Matsch versorgt werden muss. Ich durfte immer mehr Wasser holen, währen die Kinder darum stritten, wer wo welchen Matsch benutzen durfte.

Der Sohn und ich waren etwas müde und setzten uns auf die wacklige Gartenbank. Die Tochter nutzte die Gelegenheit, stellte sich auf ein paar alte Steinplatten und erzählte uns gestenreich die Geschichte von Binni und Banni, die sie sich ausgedacht hatte. Binni und Banni fuhren in Urlaub, wollten einkaufen gehen, nur leider war der Laden immer zu. Sie gingen in den Park, trafen eine Königin und siehe da: Jetzt konnten sie im Laden einkaufen. Und dann kam noch die Feuerwehr. Super Geschichte. Ich war sehr stolz. Das beste waren die Überleitungen, weil die Tochter nach jedem Satz immer mit aufgerissenen Augen „Und dahannn…“ sagte.

Die Nachbarn kamen zufällig vor dem Garten vorbei, was die Kinder zum Anlass nahmen, sie schreiend zu verfolgen und so auch wieder nach oben durch Treppenhaus zu stürmen.

So landeten wir wieder in der Wohnung. Die Mutter und der kleine Sohn hatten sich etwas ausgeruht. 

In der Wohnung machte der Sohn Punktebilder, die Tochter spielte ein bisschen mit dem kleinen Sohn und behauptete, er hätte sie gekitzelt. Es wurden noch allerlei Dinge heruntergeschmissen, wir aßen zu Abend. Die Tochter ging sofort schlafen. Der Sohn ging noch baden und brachte uns danach etwas zurVerzweiflung, weil er sich vorgenommen hatte, den Inhalt des Badschrankes zu sortieren. Zum Glück ging auch er trotzdem recht früh ins Bett.

Der kleine Sohn wird immer lebhafter und scheint herausgefunden zu haben, dass man ihn herumträgt, wenn er sich lange genug beschwert. Er wird lauter. 

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