Nachmittags war ich mit dem großen Sohn mal zur Abwechslung nicht im Turnen sondern bei seinem besten Kindergartenfreund. Wir fuhren beide mit dem Fahrrad. Also, der Sohn fuhr, ich stieg öfters ab, weil ich ihn daran erinnern musste, weiter zu fahren. Er fragte mich wie immer alles Mögliche. Den Berg hoch schoben wir dann beide ganz gemütlich.

Gemütlich war es für uns Eltern, als die beiden Jungs spielten. Sie waren komplett beschäftigt mit Burgen, Zügen und Ähnlichem. Wir konnten uns in Ruhe unterhalten. Als wir dann rausgingen, war es damit wieder vorbei. Der beste Freund haute erst mal ab. Ich verlor bei der Verfolgung halb meine Hose. Zum Glück kamen ein paar Freunde vorbei, die ihn einfingen. 

Wir fuhren und gingen in den Alten Botanischen Garten. Die beiden Jungs wollten nicht auf den langweiligen Spielplatz, sondern mit ihren Rädern im Park herumfahren. Es war ein bisschen aufregend für uns Eltern, aber es ging gut. Bis der Sohn versuchte, eine kleine Treppe hinunterzufahren. Aber es lief zum Glück glimpflich ab. Der Freund schrie zwar: „Er hat sich verletzt!“ und wir kamen schnell angerannt, aber es war nur eine Schramme am Knöchel. Danach war der Sohn sehr geknickt. Er beruhigte sich auf dem Spieplatz und später mit einem Franzbrötchen vom Bäcker, wohin er immerhin weiter mit dem Rad fuhr.

Nach dem Abschied von seinem Freund gingen wir noch einkaufen. Auf dem Heimweg fuhr er dann Zeitlupe. 

Zu Hause war er aber immer noch wach genug fürs Abendessen. Die Tochter hatte mit der Mutter und dem kleinen Sohn die Nachbarn und das Planschbecken besucht und viel Spaß gehabt. Sie schaute noch aus dem Fenster nach dem Planschbecken und sagte: „Leider abgebaut.“

Der Sohn ging schnell schlafen, nachdem die Mutter ihm noch etwas vorgelesen hatte. Die Tochter tat sich wieder etwas schwer. Sie stand noch einmal auf. Als sie später ins Bett ging und wir sie fragten: „Wer soll dich denn ins Bett bringen?“, kam aus dem Kinderzimmer nur ein selbstbewusstes: „Niemand!“ Sie ging alleine und schlief sofort ein.

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