Zu Hause – Tag 774

Gestern Abend dachte ich ja noch: Toll, wie schnell diese Magen-Darm-Geschichte vorbei gegangen ist. Es gibt aber auch Krankheiten, bei denen das nur der Auftakt ist, wie zum Beispiel die Hand-Mund-Fuß-Krankheit und die scheint nun die Tochter erwischt zu haben. Zumindest sahen ihr Mund ihre Hände und ihre Füße heute Morgen entsprechend aus.

Der Sohn hatte noch keine Pusteln irgendwo, aber dafür 40 Fieber. Es gab nicht mal den Hauch eines Zweifels darüber, dass die Kinder zu Hause bleiben mussten. Ich hielt also zu Hause die Stellung, während die Mutter zur Arbeit ging. Der Tag war nicht anstrengend, weil viel passierte, sondern weil gar nichts passierte. Der Sohn lag den ganzen Tag auf dem Sofa in verschiedenen Fieberzuständen. Die Tochter hatte sich eine Sache ganz fest vorgenommen: Sie wollte, dass ich ihr etwas vorlese. Den ganzen Tag.

Ich entzog mich dieser Pflicht mit verschiedenen Ablenkungsmanövern und brachte die Tochter sogar dazu zu basteln. Abends kochte ich, während die Kinder in paar Filme gucken durften. Die Mutter kam heim. Der Sohn war immer noch müde. Nur die Tochter hatte zusätzlich zu ihrer Krankheit entdeckt, dass sie ja gerade in der Trotzphase steckt. „Ich will keine Kartoffen! Ich will keine Soße!“ „Aber du wolltest doch gerade Soße?“ „Aber nicht die!“ „Welche dann?“ „Die andere!“ „Es gibt keine andere.“ „Waaah!“

Davor hatte sie noch in meinem Zimmer Schlagzeug gespielt. Ich fragte: „Na spielst du Schlagzeug?“ Sie sagte nur: „Ja! Kling Kling Klong!“ 

Wir versuchten sie ins Bett zu bringen, wogegen sie sich heftig wehrte. Die Laune war katastrophal. Zwischendurch erklärte sie mir noch: „Ich bin nicht müde! Ich weine nur gern!“

Irgendwie schliefen beide Kinder dann irgendwann. Morgen haben wir ,wie es der Zufall will, sowieso schon einen Termin bei der Kinderärztin.

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