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Zu Hause – Tag 393

„Der Morgen klopft. Ich bin aufgewacht.“ sagte der Sohn, als er aufgewacht war. Wir stolperten aus unserem Zimmer, die Mutter und die Tochter waren wie immer schon im Bad. Die Kinder hielten es im Bad nicht lange aus, so dass ich Frühstück machte, ohne zu duschen.

Die Kinder spielten mit Knete. Inzwischen ist auch die Tochter da voll dabei, wobei es bei ihr vor allem darum geht, Teile der Knete abzureißen und irgendwo in der Wohnung zu verteilen.

Irgendwie schaffte ich es noch unter die Dusche, wir frühstückten und dann war erstmal ich dran mit der Kinderbespaßung, während die Mutter sich noch an den Rechner setzte.

Vorher bastelte ich noch ein Polizeiauto aus einem Bastelbogen, den die Polizei in der Kita abgegeben hatte, wenn ich das richtig sehe. Warum jetzt ausgerechnet die Polizei in der Kita sowas abgibt, weiß ich nicht, aber den Kindern gefiel es. Der Sohn malte das Polizeiauto sehr schön bunt an.

Danach hielten wir ein bisschen Ausschau nach Tieren hinterm Haus. „Warum kommt denn heute keine Bisamratte vorbei?“ fragte der Sohn. Ich wusste es auch nicht. Wir nahmen mit ein paar Tauben vorlieb. Die Tochter ging zum Mittagsschlaf.

Der Sohn spielte mit seinem Parkhaus, bis die Tochter wieder erwachte und es ihm streitig machte. Wir aßen zu Mittag. Ich machte vorsorglich noch einen Schnelltest, weil ich ein bisschen angeschlagen war. Als mir die Tränen kamen, wegen des Stäbchens in der Nase, bot mir die Tochter zum Trost etwas von ihrem Fruchtzwerg an.

Später ging die Mutter mit den Kindern raus. Ich fuhr mit dem Auto zum Einkaufen.

Als ich auf den Parkplatz fuhr, dachte ich: Komisch, warum ist hier Polizei? Dann sah ich es: Ich war mitten in den letzten Ausläufer der Querdenker-Demo geraten. Auf dem Parkdeck stand ein Häuflein Menschen mit seltsamen Plakaten. Die Polizisten hielten sehr viel Abstand und trugen alle Maske. Es sah fast aus, als hätten sie Angst, sich bei den Querdenkern anzustecken.

Ich setzte auch demonstrativ meine Maske auf und holte meinen Einkaufswagen. Ich rollte routiniert die Regale entlang, packte alles ein, fuhr heim, packte das meiste aus. Und dann war es auch schon Zeit zu kochen. Heute endlich mal wieder Spaghetti Bolognese. 

Die Tochter aß drei Teller davon. Ich verstand es als Kompliment. Der Sohn aß auch etwas, immerhin. Die Kinder durften noch in die Badewanne. Das machte sie so müde, dass sie früh einschliefen. Mal schauen, wie die Nacht so wird.

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