Zu Hause – Tag 255

Morgens in der Kita lief die Tochter schon an der Hand zum Hände waschen. Glücklicherweise waren beide Kinder gut aufgestanden, sogar der Sohn, der ja gestern spät Abends noch als Handwerker im Einsatz war. Vielleicht half es auch ein bisschen, dass er wieder ein Säckchen aus dem Adventskalender öffnen durfte.

Ich hatte also Zeit, mich meiner Auftragsarbeit zu widmen und einen guten Text über ein Thema zu schreiben, von dem ich keine Ahnung habe. Immer wieder eine interessante Erfahrung. Immerhin hatte ich nach vier Stunden Arbeit eine Seite zusammen. 

Nachdem ich die Kinder aus der Kita abgeholt hatte, ging es auf deren Wunsch nach Hause. Der Sohn behielt in der Wohnung noch eine Stunde lang Schuhe, Schneeanzug und Mütze an, weil ihm angeblich kalt war. Ich versuchte mehrfach, ihn auszuziehen, aber ich wollte es nicht in einen Ringkampf eskalieren lassen.

Die Tochter schob wieder eifrig ihren Wagen durch den Flur und ließ sich ein Buch nach dem anderen vorlesen. Außerdem durfte sie auch mal wieder das Erwachsenen-Bücherregal ausräumen. Der Sohn kochte uns dafür Abendessen aus Knete. Es gab Erbsen mit Spinat und Soße.

Als die Mutter heimkam, gab es auch noch richtiges Essen von der Oma. Das zog ich der Knete vor. Vorher hatten die Kinder auch noch beim Wäsche aufhängen geholfen, wobei der Sohn der Tochter Wäschestücke gab und sagte: „So und jetzt musst du das dem Papa geben!“ Sie guckte leicht irritiert, leitete aber alles ordnungsgemäß an mich weiter.

Zu guter Letzt durften die Kinder noch baden, wobei der Sohn unbedingt einen Pappkarton mit ins Bad nehmen musste, der zumindest nicht in der Badewanne landete. Die Erzieherinnen in der Kita meinten, sein Verhalten gerade wäre völlig normal und er würde dann wieder ganz brav, wenn er in den Kindergarten geht und nicht mehr eines der ältesten Kinder ist. Ich bin gespannt.

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