Zu Hause – Tag 211

Zuerst der übliche Montagmorgen. Der Sohn brauchte zehn Einladungen und Überredungskunst. Aber danach lief alles glatt. Zwei Kinder eingepackt, Schuhe, Jacken, Schneeanzüge, Überlebenspaket und alles andere eingepackt, was man für einen Tag Kita so brauchen könnte, Kinder abgegeben ohne Drama, fertig.

Ich konnte in Ruhe frühstücken und mich meinem Schreibtisch widmen. Zeit, noch Dinge von gestern nachzutragen: Der Sohn wurde beim Abendessen gefragt: „Was ist denn das für ein Tier?“, als er irgendwo ein Tier zu sehen glaubte. Seine Antwort: „Ein Müffelon.“

Außerdem drehten wir gestern noch eine Extrarunde und stellten fest: Die Baustofffirma bei uns um die Ecke gibt es nicht mehr. Der Hof war leer. Keine Steine mehr, keine Ziegel, keine Baumaschinen. Der Sohn sagte trocken: „Vielleicht haben sie eine Garage gefunden.“

Heute holte ich die Tochter von der Kita ab und durch einen ausgefuchsten Trick gelang es, den Sohn noch in der Kita zu lassen. Der Trick ging so: Die Tochter wurde mir zur verabrdeten Zeit in den Flur gebracht. Ich musste sie nicht vor den Augen des Sohnes mitnehmen, der sich bisher immer an mein Bein gehängt hatte. Warum das die ganze letzte Woche über nicht möglich war, weiß ich auch nicht.

Mit der Tochter tobte ich durchs Kinderzimmer, wir beobachteten Vögel, hüpften sinnlos auf der Stelle und den Rest der Zeit aß sie. Wir gingen zusammen Kita-Einkauf machen, holten den Sohn ab und machten das gleiche Programm zu dritt noch mal. Der Sohn schaute ein Bilderbuch der Tochter an und fragte: „Was befindet sich da?“ Manchmal ist er mir unheimlich.

Die Mutter kehrte heim, wir aßen noch mal. Die Tochter tat wieder so, als hätte sie den ganzen Tag nichts bekommen. Sie ging ins Bett. Der Sohn ging auch ins Bett und stand dann wieder auf, um hinter mir Puzzles zu machen, während ich das hier schreibe. Mal schauen, wie der Abend sich noch entwickelt.

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