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Zu Hause – Tag 138

Nachdem der Sohn in der Kita war, heute ein bisschen Drama bei der Tochter. „Wie? Du willst jetzt hier frühstücken? Ich will frühstücken!“ sollten ihr Kommentare, glaube ich, bedeuten. „Wie? Nur Brot? Und was noch? Irgendwas Neues vielleicht? Ich gehöre nicht zu diesen Langweilern, die jeden Tag das Gleiche essen!“ Zum Glück kam die Mutter heim und nahm sie mit zu den Großeltern.

Ich hatte den Rest des Tages eine Mission: Einen Schrank aufbauen. Zum Glück war ich nicht allein. Meine Helfer waren super. Nach zweieinhalb Stunden stand der Schrank. Leider fiel mir erst nach ihrer Abfahrt auf, dass der Schrank doch besser an die Wand geschraubt werden sollte. Er kippte um, wenn man die mittlere Schublade aufmachte.

Ich dachte mir: Kein Problem, bohr ich halt schnell zwei Löcher. Ich hatte die Rechnung ohne unsere Betonwände gemacht. Wir haben zwar eine Schlagbohrmaschine, aber so viel Schlag hat sie dann doch nicht. Ich schaffte es, eine Schraube einzudübeln, auch wenn das Loch drum herum eher wie ein Krater aussah. Das zweite Loch hatte ich so verhauen, dass ich eine größere Schraube samt größerem Dübel nehmen musste. Nur passte das ganze nicht mehr so Recht zum Halteloch im Schrank In einem echten MacGyver-Moment schaffte ich es, mit selbst ausgeschnittenen Pappunterlegscheiben, das Ganze halbwegs zu stabilisieren. Es hielt.

Direkt danach holte ich den Sohn aus der Kita. Und direkt danach bekamen wir Besuch. Ich lernte endlich meinen Neffen in Persona kennen. Dank Corona hatte dieses Treffen etwas auf sich warten lassen, auch wenn der Kleine jetzt schon ein halbes Jahr alt ist. Die meiste Zeit schlief der Neffe. Nach dem Erwachen stellte ich fest: Er ist sehr entspannt. Könnte mein Lieblingskind werden, aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass er jünger ist als meine.

Mutter und Tochter kehrten heim. Wir aßen zu Abend. Der Sohn erzählte mir noch stolz, dass er einem Mädchen in der Kita Tee über den Kopf geleert hatte und dann Pause machen musste. Er machte noch die Erzieherin nach: „Lass das! Lass das!“ Ich musste mich um Ernsthaftigkeit bemühen, als ich ihm erklärte, dass das gar nicht ok war.

Die Tochter ging ins Bett. Der Sohn rannte durch die Wohnung und sagte: „Ich bin ein Renner!“ Und dann demonstrierte er, dass er mit seinem Kinderakkuschrauber schon Plastikschrauben in Plastikholz schrauben kann. Vielleicht baut er dann einfach den nächsten Schrank auf.

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