Zu Hause – Tag 120

Die Tochter zermantschte Bananen und eine Erdbeere wie eine kleine Aktionskünstlerin. Es stellte sich heraus, dass sie wie ich keine Bananen mag. Erdbeeren schon eher. Die Tochter hatte heute volle Aufmerksamkeit, weil der Sohn bei den Großeltern war.

Morgen darf der Sohn wieder in die Kita, nachdem der Schnupfen langsam abgeklungen ist. Nach unseren Informationen ist mindestens die halbe Kita krank geworden. So viel zum Sinn und Unsinn mancher Hygiene-Maßnahmen.

Die Tochter probierte über den Boden rollend neue Laute aus. Mittags hatte sie ihren bisher spektakulärsten Wutanfall, weil wir gewagt hatten, ihr Karottenbrei anzubieten. Mit einem Brot beruhigte sie sich dann wieder. Es kann aber auch daran gelegen haben, dass die Mutter sie nicht weiter mit der Teebeutelverpackung spielen ließ, die sie davor in der Hand hatte.

Abends gingen wir noch essen. Der Sohn hatte eine klare Antwort auf die Frage, was er essen wolle: „Pommes mit Bolonese!“ Nach dem Essen war er so müde, dass ich dachte: Hey, er schläft sicher in zwei Minuten ein. Nach einem kurzen Luftholen stand er aber quietschfidel nochmal auf. Ich war selber so fertig, dass ich ihn alleine spielen ließ.

Großer Fehler. ich konnte ja auch nicht ahnen, dass: „Ich wasche jetzt den Eisbär.“ nicht bedeutet, dass er jetzt so tut, als würde er den Eisbär waschen. Stattdessen wurde der Eisbär mit meinem Fußdesinfektionsspray getränkt, bis der Geruch mich darauf brachte, dass vielleicht etwas komisch sein könnte. Ich werde heute Nacht in einer Wolke aus Seifenduft schlafen. Immerhin ist die Bettstatt gut desinfiziert.

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