Zu Hause – Tag 116

„Meine Schwester ist ein Kreisel!“ sagte der Sohn. Ich fragte: „Und was bist du?“ „Ich bin der Stoßdämpfer!“ Ansonsten war der Tag von Krankheit geprägt. Zwei kleine Rotznasen litten an meiner Seite so durch den Tag.

Bisher bin ich der einzige in der Familie, der von diesem üblen Schnupfen verschont geblieben ist. Ich hoffe, ich bin immun und es läuft nicht wie bei allen anderen Kinderkrankheiten bisher, bei denen ich dachte: Ha! Ich bekomme es nicht! Ich bin bestimmt immun! Und eine Woche später lag ich dann flach.

Wir überbrückten den Vormittag mit Leo-Lastwagen-Filmen für den Sohn und Milch für die Tochter. Der Sohn war so krank, dass er seinen Schlafsack auch zum Spielen anbehielt.

Mehrere Stunden waren ein einziges schwarzes Loch der Müdigkeit und schlechten Laune. Aber dann! Packte der der Sohn den Flummi aus. Wir lieferten uns eine wilde Ballspielpartie im Flur und die Tochter hüpfte dazu im Tragetuch, als wäre sie der Flummi.

Die gute Laune kam wie aus dem Nichts und so ging es weiter. Der Sohn packte meine Gitarren nacheinander aus, ließ mich zwei Töne spielen und packte sie wieder ein. Weiß nicht, ob es an den Tönen lag oder ob es dabei mehr ums Auspacken geht.

Danach spielten wir noch Einkaufen. Und dann gingen wir einkaufen. Der Sohn schlief beim ersten Kontakt mit Frischluft in seinem Wagen ein. Zurück vom Einkaufen erwachte er wieder und war natürlich enttäuscht, dass er den spektakulären Ausflug zum Rewe verpasst hatte.

Dafür durfte er mit einem alten Netbook-Kabel spielen und sogar seinen Ball in mein Regal werfen. Kurze Zeit später kam die Mutter und ich durfte endlich mal wieder ins Tai Chi entschwinden, was mich sehr entspannte. Auch wenn wir im Park gerade immer neben einer Gruppe Fußballer üben. Aber was sind schon schreiende Fußballer gegen zwei kranke Kinder…

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