Zu Hause – Tag 110

Der Sohn hatte es schwer mit Aufstehen heute. So wie ich. Wir sind beide noch nicht im Kita-Rhythmus angekommen. Während Mutter und Tochter durch das frühe Aufwachen der Kleinen schon vor Energie sprühten, waren wir eindeutig im Morgenmuffel-Modus. Der Sohn sagte nur Dinge wie: „Nicht aufstehen…Geh weg…Eine Milch…Weiter schlafen.“

Irgendwie ging es dann. In der Kita nahmen sie es zum Glück nicht so genau mit der Ansage, dass man auf jeden Fall bis halb neun da sein muss. Der Sohn durfte auch etwas später noch zum Frühstück. Wir waren auch nicht die einzigen mit solchen Problemen.

Ich war später mit der Tochter alleine und legte sie schlafen ins große Bett. Als sie wieder aufgewacht war, kam ich gerade noch rechtzeitig, um sie daran zu hindern, aus dem Bett zu rollen. Die Kleine kann sich immer mehr bewegen. Das stellte sie auch unter Beweis, indem sie zu meinen Schuhen rollte und begann, sie anzunagen.

Inzwischen beherrscht sie so eine Art Sternschritt im Liegen. Sie kann sich mit der Hand anschucken und in alle Richtungen drehen. „Sternschritt“ hieß das bei uns früher im Basketball in der Schule, wenn man sich auf einem Fuß um die eigene Achse gedreht hat, indem man den anderen Fuß versetzte.

Wir holten den Sohn aus der Kita ab. Er war bester Laune, betrachtete seine Schwester und ihre Mütze und sagte: „Sie hat eine Eulen-Mütze an!“ und fügte stolz hinzu: „Sie ist meine Schwester!“

Wir verbrachten noch zwei Stunden auf dem Teppich im Wohnzimmer, wo die Tochter in verschiedene Richtungen rollte, während der Sohn mit Holztieren spielte: „Hallo Enten, was macht ihr? Wir wollen im Zoo schwimmen und dann spielen wir da Elefant!“

Die Mutter kehrte heim, wir aßen Cous-Cous-Salat. Die Tochter zerlegte Brot. Alle waren müde. Der Sohn ordnete zum Runterkommen noch die Küchenhandtücher neu. Und dann schliefen die Kinder wunderbar früh ein.

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