Zu Hause – Tag 108

Heute war in Sachen Sohn und Aufstehen wieder alles normal. „Nicht aufstehen…weiter schlafen…eine Milch…Tür zu….“ Ganz im Gegensatz zu seiner Schwester, die gerade zuverlässig um sieben aufsteht. Irgendwie stand der Sohn dann doch noch auf und wurde von der Mutter in die Kita gebracht.

Wieder diese Momente, in denen man das Gefühl hat, es rollt ein Busch durch die Wohnung. Aber nur wenn die Tochter schläft. Ich durfte der Kleinen was zu essen geben. Mini-Gemüsesticks. Natürlich weichgekocht. Die fand sie toll. Man kann super damit herummantschen. Nur essen wollte sie sie nicht. Dafür gab es dann noch Getreide-Obst-Brei. Das funktioniert.

Ich hielt vormittags noch Seminar mit einer Präsentation deren Erstellung mich drei Stunden gekostet hat. Auch weil ich wollte, dass jeder Unterthemen-Button seine eigene Farbe bekommt. Keine Ahnung, was die Studierenden davon hielten. Ich sehe immer nur verpixelte verkaterte Gesichter.

Und während ich die Präsentation halte, sehe ich nur die Präsentation, was dazu führt, dass ich immer wieder in der Videokonferenz frage, ob alle noch etwa sehen und hören. Es ist wie früher im Fernsehen, wenn der Reporter vom anderen Ende auch immer nur fragen musste, ob er gehört und gesehen wird.

Später durfte ich mit dem Sohn noch zum Turnen. Endlich wieder Kindern zuschauen, die über Matten rutschen und über Schwebebalken laufen. Und sich entschuldigen, wenn das eigene Kind in ein anderes reinläuft.

Der Sohn schnappte sich irgendwann einen Ball und bespielte damit die ganze Halle, wobei der größte Spaß darin bestand, lachend mit dem Ball aus der Halle in den Flur zu laufen. Gegen Ende machte er nochmal alle Matten und Balken durch, allerdings ohne seinen Ball aus der Hand zu legen.

Abends räumte der Sohn noch seine Puzzle-Schachteln hin und her und wich gekonnt seiner Schwester aus. Er murmelte: „Auf den Teppich…Des kommt auf den Teppich…Auf den Teppich kommt des halt…Und jetzt alle Früchten wieder rein…Nomal Früchten….Nomal Früchten…“

Die Mutter brachte die Tochter ins Bett. Ich brachte den Sohn ins Bett. Und schlief kurz neben ihm ein. Danach war ich fit genug für meine Nachtschicht hier am Rechner.

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