Zu Hause – Tag 106

Die Mutter sagte: „Kuschel Wuschel.“ Der Sohn antwortete: „Lecker Schmecker.“ Das war einer der der zentralen Dialoge des Vormittags. Ich malte mit dem Sohn Dinos und Boote, während die Tochter unbemerkt anfing, die Stifte zu vespern.

Mittags aß die Tochter ordentlich ihren Brei. Wenn er süß ist, geht es am besten. Ich hatte die Ehre, mit den Kindern auf den Spielplatz zu gehen. Wenn man vor Augen hat, dass die Kita morgen öffnet, macht man das gleich wieder mit einem ganz anderen Engagement.

Der Sohn schaukelte und stocherte dann sehr lange mit einem Stock in diversen Pfützen herum. Der Spielplatz ist halb überschwemmt, Das ist er immer im Sommer. Entweder hat jemand bei der Planung nicht bedacht, dass das Wasser aus der tollen Pumpe auch irgendwohin muss, oder es war gerade der Plan, dass der Sandkasten sich dann in einen Sumpf verwandelt.

Ich hatte die Wechselklamotten schon griffbereit. Der Sohn war aber erstaunlich diszipliniert und hatte zum Glück Plastikschuhe an, als er dann doch noch beherzten Schrittes mitten in die tiefste Pfütze ging.

Er besah sich noch das Werk der größeren Kinder: „Die haben eine Burg gebaut. Mit Wassergraben.“ um dann noch zu ergänzen: „Da ist Wasser drin in dem Wassergraben!“ Kur darauf fand er ein Gummibärchen. Ich dachte nicht lange nach und sagte: „Iss das nicht. Wir haben auch Gummibärchen zu Hause.“ Zwei Sekunden später war der Sohn bereit und unbedingt gewillt, jetzt sofort nach Hause zu gehen. Zu den Gummibärchen.

Wir verbrachten noch schöne Stunden mit Gummibärchenverzehr. Der Tag wurde abgerundet mit dem wohl letzten Spargelessen und einer Badesession für die Kinder. Die Kita kann kommen.

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