Zu Hause – Tag 104

Der Tag begann mit großem Drama. Ich hatte es gewagt, den Sohn nicht der schlafenden Schwester zuschauen zu lassen, sondern ihn anzuziehen. Er schrie. Die Tochter wachte auf und schrie. Und so ging das dann eine Stunde. Die Versöhnung kam mit einem Stückchen Brot für die Tochter und dem Dino-Stickeralbum für den Sohn. So frühstückte ich, während ich Raptoren auf eine Wiese klebte.

Wir unterhielten uns zu dritt ganz angeregt. Die Tochter gab Silben von sich, der Sohn übersetzte mir, was sie gerade gesagt hatte. Danach baute der SohnBauwerke aus Puzzle-Schachteln.

Später hatte ich ein bisschen Pause, um meinen ureigensten Interessen nachzugehen. Beim anschließenden Imbiss schüttete der Sohn Wasser aus seinem Trinkbecher in den Becher, aus dem er immer seinen Saft trinkt. Ich nahm ihm irgendwann den Becher weg, weil ich keine Sauerei wollte. Das gab natürlich eine Heulorgie. Zwischendurch machte er Pause mit Heulen, fragte: „Wo ist Mama?“ Ich sagte: „Die gibt gerade seiner Schwester zu trinken.“ Ach so.“ und dann heulte er weiter.

Vorhin war ich ganz zuversichtlich, dass er früh schlafen geht. Jetzt warte ich immer noch. Nachdem ich noch alle 69 Seiten von „Der kleine Drache Kokosnuss und der chinesische Drache“ vorgelesen habe, hat jetzt meine Frau übernommen. Ich drücke die Daumen.

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