Zu Hause – Tag 103

Von der Zeit her ist es schon Tag 104, aber diesmal kann ich nichts dafür. Der Sohn ist erst um zwanzig nach zwölf eingeschlafen. Sein Ausflug aufs Land heute muss wohl sehr aufregend gewesen sein. Er war bei einem Kindergeburtstag.

Ich hatte einen Tag ganz allein mit der Tochter. Zu Beginn beschäftigte sich intensiv mit einer Gurke aus Holz. Die kann man super in den Mund nehmen und anschließend werfen, um sie dann wieder einzusammeln.

Zum zweiten Frühstück aß sie ein ganzes Stück Brot. Ich kann nicht genau sagen, wie sie das macht, aber auf magische Art und Weise war das Brot irgendwann verschwunden.

Später machte sie eine Entdeckung: Wenn man ihre Spieldecke aufhebt, findet sich an der Unterseite ein Reißverschluss. Auch der Reißverschluss musste natürlich intensiv erforscht werden.

Zwanzig Minuten darauf war es dann die Zwergenfigur, die eine Mischung aus Kuschelwesen und so einer Wurst ist, die man vor Türen legt, wenn man verhindern will, dass es zieht. Dieser Zwerg wurde verbogen, angekaut und weg geworfen.

Ich führte noch ein Telefonat, das sie interessiert verfolgte und zwischendurch ganz leise kommentierte. Sie redete dafür noch mit ihrem großen Zeh, bis kurz darauf auch den in den Mund nahm.

Wir waren noch einkaufen. Die Tochter durfte auf dem Bauch im Wagen liegen, die Umgebung begutachten und allen Menschen ihr bezauberndes Lächeln schenken. Die Leute sind immer hin und weg, wenn wir irgendwo auftauchen.

Mutter und Sohn kehrten heim. Der Sohn baute einen „lalom“ also, einen Slalom in der Wohnung auf, packte alle seine Puzzles aus und brauchte wie gesagt etwas länger zum Einschlafen. Ich hoffe, bis Montag bringen wir ihm wieder einen einigermaßen normalen Rhythmus bei.

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