Zu Hause – Tag 88

„Was willst du zum Frühstück?“ „Knäckebrot mit Brot.“ so ähnlich lautete einer der ersten Dialoge des Tages. So ein Regentag fesselt einen an die Wohnung, wenn man gerade nicht in der Stimmung ist, beide Kinder und sich selbst in mehrere Schichten wasserabweisenden Materials zu verpacken.

Der Sohn formulierte schön weiter: „Der Schoppi ist leer, den könnte ich zum Beispiel hier hinstellen.“ Er sagte aber auch unergründliche Dinge wie: „Ich bin ein Papagei und klebe an der Tür.“ An mir klebte vor allem die Kleine, die keinen besonders guten Tag hatte. Es ärgert sie vielleicht, dass sie immer noch nicht krabbeln kann.

„Die Milch hat geschäumt. Was für ein Schäumberg!“ sagte der Sohn und trank eine von sehr vielen Fläschchen, die den Tag begleiteten. Zum Glück ist es nur Hafermilch.

Passend zum grauen und zu meiner Stimmung baute der Sohn einen Teich aus schwarzer Knete. Außerdem rief er mit einem Legostein den Arzt an „Hallo, Herr Doktor? Bist du krank? Ich hab Autos gefunden, die kann ich dir ausleihen…“ So was würden Ärzte sicher gerne mal im echten Leben hören.

Später machte der Sohn seltsame Grunzgeräusche. „Was ist das für ein Geräusch?“ fragte ich. „Ein Napftier.“ sagte er. Die Tochter hatte Abends noch einen Aha-Moment, als sie mit dem Ball des großen Bruders spielen durfte. Ihre Mutter hielt sie und gab ihr das Spielgerät.

Die Laune der Tochter bessert sich sowieso immer schlagartig, wenn meine Frau nach Hause kommt. Sicher nicht so einfach, den ganzen Tag mit zwei Typen wie mir und meinem Sohn zu verbringen. Der Sohn hatte beim Abendessen wieder einen neuen Spitznamen für sie: „Quietscherator“.

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