Zu Hause – Tag 81

„Woahh!“ sagte meine Tochter plötzlich, als ich ihr die Flasche gab. Dann grinste sie mich an, so nach dem Motto: Na? Erschreckt? Ich hoffe, sie hat nicht schon wirklich rausgefunden, wie leicht ich zu erschrecken bin. Der Sohn verbrachte einen ganz beschaulichen Vormittag. Ich las ihm aber auch zwanzig Bobo-Geschichten vor.

Später durfte der Sohn auf dem Balkon sandeln, während ich die Tochter schlafen trug. Die zwei Gewitter überstanden beide ohne größere Panik. Wenn man seinen Papa erschrecken kann, braucht man Gewitter nicht mehr zu fürchten.

Zwischendurch durften die Kinder in Begleitung zum Spielplatz, wo sie leider „keine Kinder, die ich kenne“ trafen, wie der Sohn bilanzierte. Wieder zurück erzählte der Sohn von seinem „Mubi-Auto“ und sagte: „Wir brauchen noch ein Krokodil.“ Manchmal braucht man so was eben.

Er machte das Krokodil dann aus Knete und kochte mir im Anschluss daraus ein Frühstück. Das Frühstück bestand aus: Kaffee, Zitrone und Maultasche.

Nach dem etwas turbulenten Abendessen, bei dem der Sohn noch diverse Erdbeeren und Tomaten aus den Balkonkästen naschte, sagte ich spaßeshalber zu ihm: „Räum doch mal noch die Knete auf.“ Ich spülte das Geschirr, die Mutter brachte die Tochter ins Bett. Ich drehte mich um: Die Knete war perfekt aufgeräumt, strikt nach Farben getrennt. Und dann schlief der Sohn auch noch ohne Umschweife ein. Ich bin sprachlos.

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