Zu Hause – Tag 77

Heute kaufte ich groß ein für die Familie, das Wochenende und alles, was noch kommen mag. Wenn die Leute den Einkaufswagen sehen, denken die sicher: „Der ist aber spät dran mit hamstern.“ Nach dem Supermarkt war noch ein Besuch im Baumarkt dran.

Der Sohn durfte heute ein bisschen hämmern. Ich hatte im Kaufrausch auch gleich noch eine Säge eingepackt, bis mir wieder einfiel, dass das Kind doch erst zweieinhalb ist, aber ich genoss es einfach so, draußen unterwegs zu sein. Es beruhigte mich etwas, dass neben den Hämmern gerade ein Junge im Schulalter über seiner kleineren Schwester eine Axt aus dem Regal zog. Also gleich zwei Sägen mitgenommen.

Das Hämmern löste einen kleinen Begeisterungssturm aus. Nicht nur beim Sohn, sondern auch bei der Tochter, die jeden Hammerschlag lachend in ihrer Wippe kommentierte. Der Sohn fand es toll, immer mehr Nägel im Holz verschwinden zu sehen. Vor allem, wenn der Papa sie reinschlug. Nach dreißig Nägeln, sägte ich ihm zur Entspannung noch ein bisschen was vor.

Die kleine Schwester spuckte irgendwann noch ihren Schnulli aus. Der Sohn sagte: „Sie hat ihren Schnulli rausgebläst und zu uns geschmisst.“ Vielleicht hat das Hämmern ein bisschen das Sprachzentrum beeinträchtigt.

Zum Abendessen bewies der Sohn doch wieder Scharfsinn. Ich fragte ihn: „Soll ich dir das Fischstäbchen durchschneiden?“ Er zerteilte es mit seinem Löffel und sagte: „Durchlöffeln!“

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