Zu Hause – Tag 60

Heute erklärte mir mein Sohn wie eine Gabel funktioniert: „Da kann man festhalten. Das sind die Dinger. Da kann man pieksen. Pieks, pieks.“ Ich muss zugeben, ich esse in letzte Zeit häufig einfach mit dem Löffel. Geht schneller.

Kurz bevor meine Frau mit dem Sohn im Auto entschwinden wollte, machte ich mich noch daran, den Kindersitz umzubauen. Der Sohn will jetzt endlich mal in Fahrtrichtung sitzen. In dem Vorführvideo auf Youtube sah das sehr einfach aus. Ein junger Mann baute ruhig und konzentriert den Sitz um, öffnete hier eine Klappe, legte die Kleindkindergurte hinein, klappte eine andere Klappe darüber.

Bei mir sah das etwas anders aus. Ich fummelte in halber Dunkelheit mit meiner Handy-Taschenlampe fluchend am Kindersitz herum, presste mit Gewalt, hämmerte auf Klappen ein, die sich einfach nicht schließen wollten, bis meine Frau rauskam und meinte: Machen wir es wann anders. Zum Glück ließ sich der Sitz noch einigermaßen in seinen alten Zustand zurückversetzen.

Den Rest des Tages durfte ich alleine mit der Tochter verbringen. Sie hat gerne Gesellschaft und Publikum. Der Teddy untersucht sich einfach besser, wenn Papa daneben liegt. Wie eigentlich alles besser ist, wenn man es nicht alleine machen muss. Selbst schlafen kann man einfach am besten im Tragetuch. Zwischendurch hielt sie mir kleine Vorträge in Schreiform. Vielleicht schimpfte sie auch mit ihren Kuscheltieren.

Abends war ihr Star dann wieder da. Der große Bruder hatte den Tag über freudig Hühner gefüttert und Fisch gegessen, was er total super findet. Er beschloss seinen Tag damit, seiner Schwester den Schnuller zu klauen und durch die Wohnung zu werfen. Sie fand es großartig. Vielleicht mache ich das beim nächsten Mal auch.

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