Zu Hause – Tag 57

Beim Frühstück wurde ich mit einem Ball beworfen. Das hat mich zwar genervt, aber ich war auch beeindruckt ob der Zielsicherheit meines Sohnes. Werfen sollte auch später an diesem Tag zum Thema werden.

Der Tag setzte sich fort mit diversen Feuerwehreinsätzen. Feuerwehr ist gerade das Thema schlechthin. Die Faszination meines Sohnes geht soweit, dass er inzwischen Worte wie „Löschgruppenfahrzeug“ in seinem Vokabular führt. Nach kurzer Zeit wurde auch klar, warum die Feuerwehrleute so unentwegt im Einsatz waren: „Damit sie ein Mädchen retten können.“ Das ist doch eine edle Motivation.

Die Feuerwehrleute meines Sohnes sind also so etwas wie die Minnesänger der Personenretter. Sie ziehen durch die Lande und halten Ausschau, welches Mädchen sie retten könnten. Ein Mädchen muss man ab und zu vor ihm retten und zwar seine Schwester. Ein neues Hobby sind nämlich auch Stöcke, genauer gesagt: „Piekestöcke.“ und die werden natürlich mit Vorliebe an der Schwester ausprobiert. Und am Vater. Im Gegensatz zu anderen komplexen Dingen kann man Stöcke zum Glück brechen, was die Geschichte relativ schnell beendete.

Zwischendurch wurden Autos und das Plastikparkhaus wiederentdeckt. Der Nachteil an Rennautos ist nur, dass man sie super in der ganzen Wohnung verteilen kann. Ich schreibe das, während neben dem linken Tischbein meines Schreibtischs ein grünes Drachenauto parkt.

Grundsätzlich werden in meinem Zimmer gerne Sachen versteckt. Wie als Spiele-Notration für schlechte Tage. In meiner Kabelkiste liegt gerade ein Stück weißes Lego, in meinem Bücherregal eine gelbe Holzkugel und hinter mir steht das Laufrad.

Meine Frau hatte zwischenzeitlich einen Ausflug mit den beiden Kleinen gemacht und das Geschehen nach einem Regenschauer auf den Balkon zu unserem improvisierten Sandkasten verlagert. Der Sohn erfreute seine Schwester, in dem er ihr die Füße kitzelte. Kurze Zeit später machte er einen wichtigen Sprung in der Entwicklung jedes Kindes. Er bewarf sie. Allerdings nicht mit einem Ball wie mich heute Morgen, sondern mit Sand. Zum Glück war heute noch Badetag.

Heute war ich wieder mit einem Video zu Gast bei der „Reimpatrouille“. Das kann man hier anschauen.

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