„Du darfst die Teile umdrehen und geben!“ so lautete die Anweisung meines Sohnes beim Puzzle machen. Davor hatte er mich unter Tränen bekniet, mit ihm eines zu machen. Manchmal ließ er mich zu Beginn auch ein paar Teile legen, wenn es „wirklich ganz schwierig“ war. Spätestens ab der Hälfte kam immer das Kommando: „Nein, du darfst nicht!“ Ich bin gespannt, wie das wird, wenn wir zu Gesellschaftsspielen kommen.

Heute gab es beim puzzlen noch eine Variation. Der Tauschbär durfte zuschauen. Der Tauschbär ist ein Teddybär, den Schülerinnen auf der Straße mit uns mal gegen eine Packung Hafermilch getauscht haben. Sie hatten gerade Tauschhandel als Projekt in der Schule.

Ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen deswegen und stelle mir vor, wie ihr Lehrer sagt: „Was? Ihr habt den Teddy gegen eine Packung Hafermilch eingetauscht? Der hat euch aber abgezockt.“ Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, es war jetzt kein super Teddy. War ein Werbegeschenk aus der Apotheke. Meinen Sohn muss es nachhaltig beeindruckt haben. Für ihn ist es auf jeden Fall der Tauschbär.

Dieses willenlose Tier wurde immer wieder mit der Schnauze auf verschiedene Puzzleteile gedrückt, mit dem Kommentar: „Das kommt da hin! Und das kommt da hin!“

Der Sohn kann aber auch ganz anders. Heute drückte er seine Stirn gegen die seiner kleinen Schwester und gab der liebevollen Aktion einen schönen Namen. Die beiden machten laut ihm „Stirni-Spaß“.

Zu guter letzt rannte er noch durch die Wohnung und rief: „Ich bin der Report-Panther!“ Und zum Abendessen machten wir beiden zusammen Salatsoße. Er weiß auch schon, wie der Essig heißt, der da rein kommt: „Balsamikimono!“

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