Zu Hause – Tag 32

„Ah, Vorsicht! Nicht dahin! Ach, egal…“ Ein kleiner Flummi kann auch in der Wohnung viel Freude bringen. Vor allem wenn überall noch anderes Spielzeug liegt, an dem er abprallen kann. Es war auf jeden Fall sehr schön, meinen Sohn kichernd eine halbe Stunde lang durch die Wohnung hüpfen zu sehen wie den kleinen Ball und nicht ganz so schön ihn immer unter den Schränken hervor zu holen, wenn er sagte: „Los, du holen!“

Heute hatte ich mal wieder etwas „Zeit für mich“, was in Wahrheit heißt: Zeit für Arbeit. Also mir zum Beispiel überlegen, wie ich ab nächster Woche mein erstes Seminar online geben soll. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich den Studenten zeigen will, in welchem Zimmer ich arbeite. Vielleicht setze ich mich auch an den Schreibtisch meiner Frau, der ist super aufgeräumt.

Nach ihrem obligatorischen Ausflug in die Prärie um Tübingen durfte ich den beiden Kindern noch vorlesen, was heißt: Einem Kind vorlesen, während ich das andere daran zu hindern versuche, das Buch aufzuessen.

Schön auch, wie bei Kindern simpelste Slapstick-Komik funktioniert. ich ließ mir von meinem Sohn eine „Krone“ aus zwei Legosteinen aufsetzen, die natürlich immer sofort wieder herunter fiel. Er hat es gefeiert wie den nächsten Hollywood-Blockbuster. Wenn ich irgendwo irgendwann mal wieder spielen darf, spiele ich auf jeden Fall einen König, dem immer wieder die Krone herunter fällt.

Zum Abendessen dann noch eine klare Ansage unseres Sohnes: „Ich mag kein richtiges Essen.“ Wir konnten ihn davon überzeugen, dass es sich auch gar nicht um richtiges Essen handelt. Es war Paprika drin. Er ist süchtig nach Paprika.

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