„Mein rechter rechter Platz ist leer, da wünsch ich mir ein Puzzle her!“ Spruch von meinem Sohn. Er entwickelt seine eigene Art von Humor. „Das war ein Spruch, Papa.“ hat er mir dann noch gesagt. So nach dem Motto: „Schreib das auf! Das kommt in meine Biographie.“

Es ist der verflixte dreizehnte Tag und so fühlt er sich auch an. Es wird einfach immer noch anstrengender. Heute kam zumindest Post von der Kita. Ein Brief an die Kinder und Eltern. Da hatte ich dann gleich wieder ein bisschen Programm, weil ich den Brief zehn Mal vorlesen musste.

Ansonsten waren wir Ball spielen, was heißt: Mein Sohn kickt den Ball lachend in den Graben an der Straße vor unserem Haus und gemeinsam holen wir ihn wieder raus, indem ich ihm mit der Hand Hilfestellung mit der Hand gebe, damit er mit den Fingerspitzen den Ball erreicht, während ich meine Tochter umgeschnallt habe, die die ganze Zeit sehr interessiert den Kopf hin und her wirft. Das sind so Situationen, die man sich nicht ausmalen kann, bis man Kinder hat. So was habe ich ansonsten nur in meiner Jugend erlebt unter dem Einfluss von sehr viel Alkohol.

Die Nachrichten sind immer noch so surreal: „Guten Abend, meine Damen und Herren und jetzt: Corona, Corona, Corona, Corona und noch eine andere Meldung, damit wir noch kurz über was Anderes reden.“ Gerade noch einen Teil von Winfried Kretschmanns neuester Fernsehansprache gesehen. Es wirkte so ein bisschen, als könnte er selber nicht glauben, was er da vom Teleprompter abliest. Wenn irgendwann rauskommt, dass sie ihn durch einen Roboter ersetzt haben, glaube ich das sofort. Sicher der Schlafmangel.

Zur Aufheiterung habe ich heute Abend die Wäsche-aufhäng-Show für meine Tochter gespielt. Habe ich schon früher bei meinem Sohn gemacht. Ich nehme ein Wäschestück nach dem anderen aus dem Korb mit so übertriebenen Bewegungen wie sie Zauberer gerne machen und sage dann: „Und das ist von….der Mama! Und diese Hose ist vom, Überraschung, …Papa! Und zu wem gehört wohl dieser Strampelanzug? Zu dir! Haha!“ Meine Tochter hat gequietscht. In Zeiten wie diesen fühlt sich das an, als wäre man vor tausend Leuten aufgetreten. Ich werde sicher noch mehr Haushaltstätigkeiten langsam in kleine Performances verwandeln….

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Ein Kommentar zu „Zu Hause – Tag 13“

  1. Danke für die Erheiterung. 😂 Ich kann dir noch empfehlen, normale Alltagshandlungen musikalisch zu begleiten, indem du jeden Arbeitsschritt, den du machst singst. Bspw „Es war einmal ein Trockner -dideldum du dum- der war ziemlich ein Opfer…. „ Hilft bei mir manchmal…. Aber nur manchmal…. 🤷🏻‍♀️Haltet durch, alles hat mal ein Ende. #elternsolidarität

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