Zu Hause – Tag 5

Heute habe ich zum ersten Mal vergessen, welcher Wochentag ist. Jetzt fühlt es sich also schon an, wie eine seltsame Art von Sommerferien. Hier ums Haus herum ist es tatsächlich sehr still. Kann natürlich sein, dass in der Innenstadt trotzdem die große Party steigt.

Heute kam Post von der Künstlersozialkasse und einer Versicherung. Ich dachte schon: Ah, jetzt geht es schon los – sie informieren über neue Tarife in der Krise und so. Es waren aber nur die üblichen Bescheinigungen für die Steuer. Ich war richtig dankbar, dass es mal keine besonderen Nachrichten sind.

Bester Moment des Tages. Ich fahre Aufzug mit meinem zweijährigen Sohn. Wir steigen ein. Ich sage zwinkernd: „Hereinspaziert.“ Wir fahren hoch, steigen aus, er schaut mich an und sagt zwinkernd; „Herausspaziert.“

Ich schreibe immer mehr Leuten, denen ich sonst nicht einfach so schreibe, wie es ihnen geht. Corona macht mich zum sozialen Wesen. Die Kanzlerin meinte, man könnte ja auch mal wieder Briefe schreiben – gar keine schlechte Idee.

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