Finanzkrise – alles halb so wild

Es lohnt sich gar nicht mehr, hier einen Link zu setzen auf einen Artikel, der die Finanzkrise bespricht, das machen gerade eh alle. Wahrscheinlich findet man sogar was zur Finanzkrise, wenn man bei Google einfach gar nichts eingibt und Enter drückt. Das würde zumindest ganz gut zur Planlosigkeit der Politik in den letzten Tagen passen.

Überall wird nun davor gewarnt, dass nun Sparer verzweifelt ihre Konten räumen würden und dadurch alles nboch schlimmer machen. Ich kann da zumindest, was mich betrifft, Entwarnung geben: Da gibt es nicht viel abzuräumen.

Eigentlich ganz schön, diese Krise: Man tut allein dadurch ein gutes Werk, dass man kein Geld abhebt und diesmal sind wirklich „die da oben“ schuld und auch noch „die Amis“. Neben so einer globalen Krise erscheinen persönliche Probleme recht klein und leicht zu ertragen. Ich muss mich nicht mitten in der Nacht mit zwanzig Bänkern treffen, um ihnen Geld abzuschwatzen, was bei Bänkern im Allgemeinen recht schwierig ist, es sei denn, man ist kein kleiner Privatmann, der kein Geld hat, sondern eine Bank, die noch weniger als kein Geld hat. Ich muss mich auch nicht kurz danach wieder mit ihnen treffen, weil wir gerade festgestellt haben, dass unsere Analys auf völlig falschen Daten beruhte.

Die bange Frage, die nun alle umtreibt ist natürlich: Wann trifft es uns? Wann werden wir kein Geld mehr haben? Nun angesichts der schnellen Entwicklung der Ereignisse könnte das schon morgen der Fall sein. Allerdings haben wir dann einfach alle kein Geld mehr und können einfach wieder von vorne anfangen. Die Menschheit wäre auf einmal wieder im Naturzustand und könnte mal eben so einen neuen Gesellschaftsvertrag aushandeln, in dem es viel gerechter zugeht.

Ich bitte darum, zur Kenntnis zu nehmen, dass ich hier diese Idee als erster hatte und darum im neuen Vertrag natürlich einen besonderen Status genieße. Nicht etwa als König oder so, der dauernd neue Gesetze erfinden muss. Nein, einfach als der Supertyp, der immer so viel Geld oder was auch immer bekommt, dass er ein kleines Anwesen bewohnen kann und ab und zu spontan irgendwo hinfliegen. Man könnte auch sagen: Als Manager oder Bänker. Ich sitze irgendwo in meinem Landhaus und komme dann in Krisenfällen aus der Kiste und sage, dass ich von alldem keine Ahnung hatte und das wird dann auch einfach die Wahrheit sein.

es gibt auch sonst noch ein paar Tips für den Tag nach dem großen Crash: erst mal sein eigenes Zimmer jetzt schon mit Erde auffüllen und ein paar Nutzpflanzen anbauen, die kann man dann für alles mögliche eintauschen, wenn die Leute merken, dass man Ipods nicht essen kann.

Ein bisschen Nahkampftechnik ist sicher auch gut, wegen der Plünderungen. Allerdings muss man sich da nicht so große Sorgen machen: Die meisten Leute sind wahrscheinlich so sozialisiert, dass sie vor dem Laden stehen bleiben und motzen: Dass sei ja unmöglich, dass der Laden geschlossen hat, wo man doch plündern wollte. Servicewüste blabla…

Eine Sache sollte man auf jeden Fall noch erledigen: Möglichst alle Münzen in Scheine umtauschen, die brennen nämlich besser.

Veröffentlicht von

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.