Herr Schmidt und die Aliens: Wie alles begann

Herr Schmidt setzte sich seiner Gewohnheit folgend auf die kleine Bank in seinem Garten. Hier saß er oft und dachte nach, warum die Welt so war wie sie war und warum niemand verstand, dass er der einzige war, der die Welt wirklich erklären konnte. Während er so böse vor sich hinfunkelnd auf dem Bänkchen saß, löste sich auf einmal ein UFO aus den Regenwolken und nahm Kurs auf seinen Garten.

Herr Schmidt hob den Kopf und funkelte das sich ihm nähernde UFO böse an: „Ja, wasist denn das jetzt wieder für eine Scheiße?!“ keifte er und japste vor Empörung, als das kleine Raumschiff tatsächlich zur Landung in seinem Garten ansetzte.

Kaum öffnete sich die Ausstiegsklappe des UFOs zischend, brüllte Herr Schnidt den noch nicht sichtbaren Insassen des Gefährtes entgegen:

„Verdammt noch mal! Das ist hier nicht der Parkplatz vor irgendeinem dieser modernen Jazz-Clubs, wo ihr euer Kokain fresst und euch mit Alkopops die Birne wegballert, ihr Rotznasen! Das hier ist mein Garten. Und jetzt verschwindet wieder mit eurem komischen Ding da, das wohl wieder irgend ein Trendsport sein soll! Asl ich noch jung war, da haben wir noch den Frauen nachgestellt, anstatt immer mit irgendwelchem Krimskrams durch die Gegend zu eiern! Packt euch, bevor ich den Wachtmeister hole! Nach Sibirien sollte man euch verfrachten, ihr Gesindel, da würdet ihr dann auch mal auf ein normales Gewicht runtergebracht, ihr Wohlsstandsschwämme!“

Doch als Herr schmidt die grünen Gestalten mit den großen Köpfen und den großen Augen aus dem UFO hüpfen sah, wurde ihm klar, dass der Fall wohl anders lag.

„Ach, scheiße, Ausländer, das war ja klar. Es ist kein Sperrmüll heute! Geht zurück .. Ach, ihr versteht mich ja eh nicht… Dann halt auf Englisch: You, du gehen zurück in Kutsche und weg schnell schnell!“

„Doch doch wir verstehen schon.“ hallte es auf einmal in Herrn Schmidts Kopf, ohne dass eines der Wesen vor ihm, den Mund geöffnet hatte. „Aber wir sind gar keine Ausländer. Wir sind Außerirdische.“

„Ach so…“ sagte Schmidt und weil er nicht genau weiter wusste meinte er: „Ja und was wollt ihr?“

„Och, wir waren nur auf erkundungsflug und wollten eine kleine Pause machen.“

„Und das muss jetzt in meinem Garten sein oder was?“

„Ja nun, wir dachten eigentlich du läufst schreiend davon und rufst irgendwas wie: Nein, ich will nicht nach Guantanamo! Hilfe! Die CIA! oder so, aber du reagierst irgendwie anders als die anderen Menschen.“

„Ich hasse Menschen!“

„Ach, das trifft sich gut, dann hast du ja sicher nichts dagegen, wenn wir die eine Hälfte umbringen und die andere versklaven, während wir die Herrschaft über euren Planeten übernehmen.“

„Nee, kein Problem, ein bisschen Herrschaft wird dem Planeten hier mal wieder ganz gut tun. Ich mag euch Jungs, kommt mit ich geb euch einen aus.“

Und so wurde Herrn Schmidts Garten zu einer regelmäßigen Anlaufstelle für die Aliens, wenn es sie mal wieder nach einem Schnaps und einer kostenlosen Hasstirade gelüstete.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s