Paranoia

Ich lieg gestern nacht so im Bett und fass mir beiläufig an den Oberarm, wie man sich halt nachts im Bett so beiläufig irgendwo hinfasst, und mich packt das nackte Grausen! Ich ertaste nicht etwa babyweiche Haut, sondern einen seltsam abstehenden harten Vorsprung. Was ist das? Verhärteter Schleim? Grind? Das Überbleibsel der versuche, die Aliens nachts heimlich an mir durchführen? Hab ich Krebs? Mit pochendem Herzen und wackligen Knien wanke ich durch mein Zimmer, knipse das Licht an, will gar nicht hinschauen, doch dann wage ich den Blick ins hässliche Gesicht der erbarmungslosen Wahrheit: Ein Preisschild. An meinem Oberarm hängt ein Preisschild, wahrscheinlich aus einem neuen T-Shirt oder so.

Oder ist es am Ende das Preisschlid, das man mir auf dem Sklavenmarkt in der vierten Dimension angehängt hat, auf dem ich in meiner Parallelexistenz darum bete, von einem Tentakelwesen ersteigert zu werden, das mich nur putzen lässt, anstatt auch Liebesdienste von mir zu verlangen?

Ich kann nicht mehr weiterschreiben, hab da gerade was auf meiner Nasenspitze ausgemacht, könnte ein Melanom sein, oder eine 23, oder ein Melanom in Form einer 23….

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2 Kommentare

  1. Anne · Juli 26, 2007

    andere dimensionen? bist du aus versehen in ein dimensionsloch gestolpert und in die saloppe katatonie gefallen?

    –>

    Geistiger und körperlicher Zustand der Muskulatur- und Gehirnverkrampfung, in den man gerät, wenn man sich für längere Zeit in einem Dimensionsloch aufhält.
    In diesem Zustand der fast absoluten Körper- und Gedankenstarre ist man durch nichts mehr zu beeindrucken, nicht einmal durch einen Dimensionslochsturz. Eine schöne, bleierne Schläfrigkeit macht sich im Körper breit, die Ohren werden sehr warm, und ein breites, doofes Grinsen bestimmt den Gesichtsausdruck. Er ist sehr entfernt dem Zustand der hilflosen Ekstase ähnlich, in die man gerät, wenn man auf einer Achterbahn in den doppelten Looping geht.

    und wenn ja,dann warst du ja auch in einem dimensionslochraum…

    –>

    Es ist eigentlich ganz einfach, sich einen Quadratmeter des Dimensionslochraums vorzustellen, vorausgesetzt, man hat mindestens sieben Gehirne:
    Stellen Sie sich einfach einen Zug vor, der mit einer Kerze auf dem Dach durch ein schwarzes Loch fährt, während Sie selbst mit einer Kerze auf dem Kopf auf einem Glockenturm auf dem Mars stehen und eine Uhr aufziehen, die genau einen Quadratmeter groß ist, und ein Uhu, der übrigens auch eine Kerze auf dem Kopf trägt, in entgegengesetzter Richtung zum Zug und mit Lichtgeschwindigkeit durch einen Tunnel fliegt, welcher gerade von einem anderen schwarzen Loch verschluckt wird, das ebenfalls eine Kerze auf dem Kopf trägt (sofern Sie sich ein schwarzes Loch mit einer Kerze auf dem Kopf vorstellen können, dazu benötigen Sie mindestens vier Gehirne). Verbinden Sie die vier Punkte, an denen die Kerzen brennen, mit einem Buntstift, und Sie haben einen Quadratmeter des Dimensionslochraums. Auf der Uhr können Sie übrigens nachsehen, wie spät es auf dem Mars ist, sogar im Dunkeln, denn Sie haben ja eine Kerze auf dem Kopf.

    Bevor man sich auf einen Dimensionslochsturz einläßt, sollte man sich darüber im klaren sein, daß in einer fremden Dimension alles fundamental anders sein kann. Es kann sein, daß es dort an irgend etwas Wesentlichem mangelt, zum Beispiel an Luft. Oder daß die Luft dort aus Wasser besteht, oder aus Blei oder Beton. Es kann sein, daß unsere Naturgesetze dort nicht gelten und grundverschiedene herrschen, daß es keine Schwerkraft gibt, keine Zeit oder keinen Raum. Eine andere Dimension könnte zum Beispiel komplett aus gefrorener Langeweile bestehen oder aus musikalischer Kälte, aus irgendeinem tödlichen Giftgas oder aus zehntausend Grad heißem Sonnenfeuer, aus Starkstrom oder aus unerfüllten Wünschen.
    Es soll Dimensionen geben, in denen Trauer ein Grundnahrungsmittel ist für Wesen, die in kleinen Tümpeln aus Schmerz vegetieren. Manche Dimensionen sind so klein, daß unser Planet auf Stecknadelkopfgröße zusammengequetscht würde, wenn er hineingeriete, eine Mini-Dimension mit ganz, ganz kleinen Naturgesetzen. Andere wiederum sind so groß, daß selbst ihre Atome größer sind als unser Heimatplanet. Es gibt Dimensionen, in denen nur Gedanken leben, in anderen nur unangenehme Gefühle, wie Hunger oder Neid, in Gestalt von kleinen roten Brezeln, die singen können – alles ist möglich!
    Landet man in einer zweidimensionalen Dimension, wird man flachgepreßt wie ein Pfannkuchen, in einer eindimensionalen langgezogen wie ein endloses Gummiband, in einer fünfdimensionalen in eine Radiowelle mit Kopfschmerzen verwandelt, und wie man in einer achtdimensionalen Dimension aussieht, das ist in unserer Sprache nicht mehr mitteilbar. Nur eines ist wirklich sicher: daß man in einer anderen Dimension seine Lebensgewohnheiten umstellen muß, und zwar möglicherweise auf radikale Art und Weise.

    Ist man einmal von einer Dimension in eine andere geraten, gehört es zum Unwahrscheinlichsten, was einem im bekannten Dimensionssystem widerfahren kann, auf dem gleichen Weg wieder zurückzugelangen. Die Chancen, daß man in der Ausgangsdimension landet, stehen eins zu einer Nachtillion.

    erzähl doch mal,wie war das so…und was vor allem hat das preisschild damit zu tun?

  2. harrykienzler · Juli 27, 2007

    Komisch, ich muss genau die eine Dimension erwischt haben, die genau so aussieht wie unsere hier… Sieht so aus, als hätte ich da ganz schön was verpasst…

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